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DIRECT ACTION
Frankreich/Deutschland 2024.
Regie: GUILLAUME CAILLEAU, BEN RUSSELL.
HD Digital. 213 Min. Originalfassung (französisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
In Anlehnung an die gleichnamige Proteststrategie – „eine Aktion, die darauf abzielt, unmittelbar und mit effektivsten Mitteln zum Ziel zu gelangen“ – ist DIRECT ACTION das zeitgenössische Porträt einer anregenden militanten Aktivist*innengemeinschaften in Frankreich – ein 150 Personen starkes ländliches Kollektiv, das mehrere gewaltsame Räumungsversuche des französischen Staates überlebte, erfolgreich ein internationales Flughafenerweiterungsprojekt in der Bretagne verhinderte, von 2012-2018 eine autonome Zone schuf und drei Jahre später zur beachtlichen Umweltbewegung wuchs. Durch seinen kollaborativen und einzigartig immersiven Beobachtungsansatz dokumentiert Direct Action den Alltag eines vielfältigen Ökosystems aus Aktivistinnen, Hausbesetzern, Anarchisten, Landwirtinnen und von der Regierung als „Öko-Terroristen“ abgestempelten Personen, um besser zu begreifen, wie der Erfolg radikaler Protestbewegungen eine Schneise durch die Klimakrise – vielleicht gar aus ihr heraus – schlagen kann.
Sonntag, 3.5. um 18.00 h
GAVAGAI
Frankreich/Deutschland 2025.
Regie: ULRICH KÖHLER.
Mit Maren Eggert, Jean-Christophe Folly, Nathalie Richard, Anna Diakhere.
HD Digital. 89 Min. Originalfassung (französisch, englisch, deutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der neue Film von Ulrich Köhler ist eine vielschichtige Reflexion über Kunst, Moral und Kolonialismus. Während der turbulenten Dreharbeiten zu einer umstrittenen »Medea«-Neuverfilmung im Senegal flüchtet sich Schauspielerin Maja in eine Affäre mit ihrem Co-Star Nourou. Erst Monate später begegnen sie sich auf der Premiere des Films in Berlin wieder. Ihre Gefühle füreinander flammen erneut auf, aber ein rassistischer Vorfall mit einem Sicherheitsbeamten belastet das Wiedersehen. Die Spannungen werden nicht kleiner, als alle versucht, das Richtige zu tun. Und während sich die antike Tragödie auf der Leinwand zuspitzt, beginnen sich in der Realität Kunst und Leben zu vermischen. (filmfesthamburg.de)
Montag, 4.5. um 18.00 h
Dienstag, 5.5. um 20.00 h
SIRENS CALL
Deutschland/Niederland 2025.
Regie: MIRI IAN GOSSING, LINA SIECKMANN.
HD Digital. 121 Min. Originalfassung (englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Auf den Spuren von Sirene Una tauchen Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann mit ihrem Langdebüt in die merfolk-Subkultur ein. Una nomadisiert durch die postmoderne Realität eines austrocknenden Planeten, der Film gleitet mit ihr – durch Performatives und Genreelemente, Fiktionales und Dokumentarisches. „I’m part human, I recognize that, but I’m not full.” Die Suche nach dem Selbst und Seelenverwandten führt Una in American Diner, schillernde Hotelzimmer und auf einen Roadtrip mit der jungen Moth. Aus dem Autoradio dräuen die USA unter Trump. Die beiden landen bei anderen Meermenschen in Portland, einer Gruppe zwischen Aktivismus und Selfcare, die die uralten Visionen eines Daseins als hybrides Wesen der Konsumkultur entrissen hat. Liebevoll, kühl, queer, feministisch, technoid und sinnlich zeigen Gossing / Sieckmann Menschen, die ein Leben abseits der Zumutungen einer normierten Gegenwart gewählt haben. Stilistisch brillant und in der Überwindung von Genregrenzen ingeniös – SIRENS CALL ist eine Versuchsanordnung für neue Lebens- und Daseinsformen. (Berlinale.de)
Montag, 4.5. um 20.00 h | In Anwesenheit von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann, mit anschließendem Publikumsgespräch
Dienstag, 5.5. um 17.30 h
Mittwoch, 6.5. um 20.00 h
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SHORTS ATTACK – CANNES SHORTS
7 Filme in 90 Minuten mit deutschen Untertiteln.
Sieben Highlights aus dem Kurzfilmwettbewerb des FESTVAL DE CANNES 2025 samt Gewinnerfilm der Goldenen Palme. Geister streiten, es wird getanzt und gesungen, und es geht an einen idyllischen See. Konfrontativ wird es nach einem Autounfall und in Sachen Identität und Vergangenheit – stark!
Nur am Donnerstag, 7.5. um 20.00 h
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ROYA
Deutschland/Tschechien/Luxemburg/Iran 2025.
Regie: MAHNAZ MOHAMMADI.
Mit Melisa Sözen, Hamid Reza Djavdan, Mohammad Ali Hosseinalipour.
HD Digital. 96 Min. Originalfassung (farsi) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert ist, muss eine Entscheidung treffen: im Fernsehen öffentlich ein erzwungenes Geständnis ablegen oder in ihrer Drei-Quadratmeter-Zelle eingesperrt bleiben. Während Vergangenheit und Gegenwart aus der zeitlichen Ordnung geraten und ineinander übergehen, bewegt sich Roya zwischen inneren Landschaften und gelebter Realität. Der Film zeigt deutlich, wie Isolationshaft Wahrnehmung und Identität verändert und die Chance auf Widerstand brüchig werden lässt.“ (Berlinale)
„ROYA ist der zweite Spielfilm der iranischen Regisseurin und Frauenrechtsaktivistin Mahnaz Mohammadi. 2011 wurde sie im Iran festgenommen, war selbst 2014 in Evin inhaftiert. Ihr Pass wurde für zehn Jahre beschlagnahmt, nach ihrem Debüt SON-MOTHER (2019) wurde ihr die Arbeitserlaubnis entzogen. ROYA entstand ohne Genehmigung des Regimes, wurde teilweise heimlich im Iran und in Georgien gedreht. Der Film ist von Mohammadis Erfahrungen in der Haft inspiriert, erzählt aber nicht ihre Geschichte.
ROYA ist ein eindringliches filmisches wie psychologisches Kunstwerk, das doch in keiner Sekunde vergessen lässt, was Abertausende Menschen im Iran tagtäglich in der Realität erleiden.“ (epd Film)
Freitag, 8.5. um 18.00 h
Montag, 11.5. und Mittwoch, 13.5. jeweils um 20.00 h
WILD FOXES
(LA DANSE DES RENARDS)
Belgien/Frankreich 2025.
Regie: VALERY CARNOV.
Mit Samuel Kircher, Facal Anaflous, Jef Jacobs, Anna Heckel.
HD Digital. 94 Min. Originalfassung (französisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Nach einem schweren Unfall, den ein Jugendlicher nur dank seines besten Freundes überlebt, verändert sich für den Nachwuchsboxer auf einem Sportinternat alles. Denn fortan wird er von Schmerzen und Panikattacken geplagt. Doch weder bei seinem Trainer noch bei seinen Mitschülern findet er Verständnis für seinen Zustand. Ein dicht und sensibel inszeniertes Drama über das Erwachsenwerden, bei dem die Kamera hautnah erfasst, wie die jungen Charaktere sich eine stark auf Körperlichkeit ausgerichtete Männlichkeit aneignen. Über die Konfrontation der Hauptfigur mit der eigenen Verletzlichkeit lotet der Film die Grenzen einer Welt aus, die keinen Raum für Schwäche lässt.“ (Filmdienst)
Freitag, 8.5. und Dienstag, 12.5. jeweils um 20.00 h
Samstag, 9.5. / Sonntag, 10.5. / Mittwoch, 13.5. jeweils um 22.00 h
DO YOU LOVE ME
Frankreich/Libanon/Deutschland/Katar 2025.
Regie: LANA DAHER.
HD Digital. 79 Min. Originalfassung (englisch, französisch, arabisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Geschichtsschreibung kann nicht linear gedacht werden – die Gleichzeitigkeiten historischer Entwicklungen suchen immer wieder nach neuen Verknüpfungen. Lana Daher hat das erkannt und schickt gleich vorweg, dass dies eine nicht- chronologische Erzählung über den Libanon werden soll. Was folgt, ist ein Film, der so noch nie zu sehen war – ein dichtes, erfüllendes, bildgewaltiges Porträt eines Landes ohne nationales Filmarchiv. Mit den Bildern tanzen wir durch den Libanon – Privataufnahmen aus Homevideos, Filmszenen von Jocelyn Saab, eine Reportage mit Etel Adnan – auf dem Rücksitz eines alten Autos durch Beirut – oder die Klänge eines Videoclips. Found-Footage-Material aus mehr als 20.000 Quellen erleben wir als neue Dimension kollektiver Erinnerung. In einer Zeit, in der unsere westliche Wahrnehmung durch rasante Medienberichterstattung verkürzt wird, ist dieser Film die dringend notwendige Erweiterung unseres Blickes auf den Libanon. Eine rhythmische Montage fesselt uns; es macht Freude, so die Kulturgeschichte eines reichen Landes über die Jahrzehnte hinweg zu entdecken. Dabei wird die Stellung von Archiven als Instrumente der Geschichtsschreibung deutlich. Bilder, die uns in neuer Kombination eine Verbundenheit mit denen spüren lassen, für die der Libanon bedrohte Heimat ist. So als würden wir nach dieser Erfahrung das Meer vor Beirut riechen, die Melodie des Kinderlachens in den Gassen hören, den Geruch der Märkte in der Nase haben und ja – auch die Melancholie eines zutiefst verwundeten Landes erkennen können. (frauenfilmfest.com)
Donnerstag, 7.5. / Freitag, 8.5. / Montag, 11.5. jeweils um 22.00 h
Samstag, 9.5. um 20.00 h
Sonntag, 10.5. um 18.00 h
WIR GLAUBEN EUCH
(ON VOUS CROIT)
Belgien 2025.
Regie: CHARLOTTE DEVILLERS, ARNAUD DUFEYS.
Mit Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods.
HD Digital. 78 Min. Originalfassung (französisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Alice, eine 40-jährige Mutter, steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Vor Gericht muss sie alles daransetzen, die Rechte und Ängste ihrer Kinder hörbar zu machen. Die Möglichkeit, ihren Vater wiedersehen zu müssen, versetzt sie in Schrecken. Doch an diesem Tag ist nicht nur der Vater angeklagt – vielmehr gerät plötzlich Alice selbst ins Visier der Justiz. Der Film porträtiert einen aufwühlenden und emotionalen Kampf um Gerechtigkeit, in dem die schmerzlichen Grenzen zwischen Schuld und Verantwortung verschwimmen. Im Zentrum steht der verzweifelte Versuch, das Richtige zu tun. Geprägt von Ängsten und Zweifeln kämpft Alice um das, was ihr am wichtigsten ist: die Sicherheit ihrer Kinder. WIR GLAUBEN EUCH ist ein Drama über eine Mutter, die keine Heldin sein will, aber eine sein muss. Über eine Justiz, die nicht nur urteilt, sondern auch hinterfragt. Und über die Frage, wie weit man gehen darf, um diejenigen zu schützen, die sich nicht selbst verteidigen können.
Samstag, 9.5. und Dienstag, 12.5. jeweils um 18.00 h
Sonntag, 10.5. um 20.00 h
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PROGRAMMÜBERSICHT:
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