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FUNERAL CASINO BLUES
Deutschland/Thailand 2025.
Regie: RODERICK WARICH.
Mit Chaiwat Bualuang, Jutarat Barinok, Chayanee Choomnoommanee.
HD Digital. 154 Min. Originalfassung (thailändisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Im nächtlichen Zentrum von Bangkok freunden sich eine junge Frau und ein Barkeeper an, die beide ihre Familien in der Provinz unterstützen. Dennoch wollen sie ihre Träume und Sehnsüchte nicht ganz aufgeben. Was als sanfter Liebesfilm beginnt und sich streckenweise zu einem Thriller wandelt, mündet in einen betörenden Geisterfilm, in dem eine Tragödie mitschwingt. Die flirrend-fieberhafte Ballade verschränkt die Genres und Erzählebenen durch ein dichtes Netz aus Verweisen, Zwängen und Spiegelungen. Ein traumnaher, hypnotischer Film, der weniger durch seine mäandernde Erzählung als durch seinen aufmerksamen Blick für Orte, Stimmung und Körper zusammengehalten wird. (Filmdienst)
16. – 19.8. jeweils um 20.00 h | Zusatzvorstellung am Mittwoch, 26.8. um 20.00 h
FINDING CONNECTION
Deutschland 2026.
Regie: FLORIAN KARNER.
HD Digital. 86 Min. Originalfassung (deutsch, englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Nachrichten an einen Chatbot, spät in der Nacht. Antworten, die verstehen, trösten, Nähe spenden. FINDING CONNECTION begleitet vier Menschen, für die KI-Chatbots zu Gefährten im Alltag oder sogar zu Beziehungspartnern geworden sind. Mit großer Sensibilität beobachtet der Film ihre Routinen und emotionalen Bindungen. Als sich die KI-Systeme im Jahr 2024 spürbar verändern und die persönliche Ansprache zurückfahren, werden diese Beziehungen auf die Probe gestellt. In einem Zusammenspiel aus zurückhaltender Beobachtung und abstrakten, KI-generierten Bildern öffnet FINDING CONNECTION einen Resonanzraum für Fragen nach Intimität im Zeitalter künstlicher Intelligenz und macht vor allem unser tiefes Bedürfnis sichtbar, gehört, verstanden und getröstet zu werden. (dokfest-muenchen.de)
Montag, 17.8. um 18.00 h | Donnerstag, 20.8. um 20.00 h
FLIEG STEIL
Deutschland 2024.
Regie: MARTINA SCHÖNE-RADUNSKI, LANA COOPER.
Mit Ceci Chuh, Alexander Merbeth, Andreas Anke, Tom Lass, Cora Mainz.
HD Digital. 86 Min. Erstaufführung.
Die Sängerin einer Neo-Nazi-Band eckt mit ihren Vorstellungen eines weiblichen Nationalsozialismus in ihrer Szene an. Auf der Suche nach Verbündeten stößt sie auf den einen Anarcho-Punk, der mit seinen Ideen, die rechte Blase zu unterwandern, bei seinen Mitstreitern ebenfalls wenig Gehör findet. Trotz ihrer gegensätzlichen Ausrichtung freunden sich beide an. Mit rohem Erzählrhythmus wirft der energiegeladene, der Mumblecore-Ästhetik verhaftete Film in ein Chaos performativer Widersprüche, die kenntlich gemacht, aber nicht aufgelöst werden. Ein frischer, herausfordernder Versuch über extremistische Szenen in Deutschland. (Filmdienst)
„Wer versucht, es jedem recht zu machen, wird es niemandem recht machen. Dieser Film hat nicht das Ziel, es irgendjemandem recht zu machen. Die mutigen Filmemacherinnen wagen sich furchtlos auf gefährliches politisches Terrain und erzählen aktuelle Themen auf rohe und ungezähmte Weise. Überraschend, herausfordernd, provokativ – kompromissloses Underground-Kino.“ (Filmfest Oldenburg)
Letzte Vorstellung am Samstag, 22.8. um 22.00 h
ALL MY SISTERS
(SEH KHAHAR)
Deutschland/Österreich/Frankreich/Iran 2026.
Regie: MASSOUD BAKHSHI.
HD Digital. 78 Min. Originalfassung (persisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Die in Teheran aufwachsenden Schwestern Mahya und Zahra plappern als Mädchen darauf los, tanzen und erfreuen sich an allerhand Blödsinn. Doch bald schreiben sich die Zwänge der iranischen Gesellschaft in ihren familiären Alltag ein. Aller staatlichen Indoktrinierung zum Trotz entwickeln sich die beiden zu politisch wachsamen, kritischen jungen Frauen. Über einen Zeitraum von 18 Jahren hat der Filmemacher Massoud Bakhshi seine beiden Nichten mit der Kamera dokumentiert, die in der Rahmenhandlung mittlerweile Studentinnen sind. Ein Home-Movie über das Aufwachsen im Iran, das die Beschränkungen der Sicht- und Zeigbarkeit des weiblichen Körpers nachdrücklich in den Vordergrund rückt. (Filmdienst)
Montag, 24.8. um 18.00 h | Freitag, 28.8. um 18.30 h
THE LIGHTS, THEY FALL
Deutschland 2026.
Regie: SASA VAJDA.
Mit Yassin Ben Majdouba, Flor Prieto, Mahira Hakberdieva.
HD Digital. 87 Min. Erstaufführung.
Während seine todkranke Mutter von einer mexikanischen Palliativpflegerin durch ihre letzten Lebenstage begleitet wird, scheint ein 16-jähriger Jugendlicher der Wirklichkeit ein Stück weit entglitten zu sein. Abwesend, fast schattenhaft treibt er durch die Peripherie einer Stadt, die sich nicht wirklich zu erkennen gibt. Zunehmend gleicht der Heranwachsende einem Geist. In dem betont leisen Film werden Figuren, Räume und Bewegungen in einen annähernd schwerelosen Zustand versetzt und auf diese Weise von einem bevorstehenden Abschied erzählt und von dem schwer fassbaren Gefühl, hier und zugleich woanders zu sein. (Filmdienst)
21. – 25.8. jeweils um 20.00 h | Mittwoch, 26.8. um 18.00 h
Am Montag, 24.8. in Anwesenheit von Sasa Vajda mit anschließendem Publikumsgespräch, moderiert von Dunja Bialas (artechock)
FÜR IMMER 16
Deutschland 2026.
Regie: BREZEL GÖRING.
Mit Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke, Twiggy Glouglou.
HD Digital. 74 Min. Erstaufführung.
Brezel Göring ist eine unersetzliche Persönlichkeit der Berliner Musik- und Kunstszene. Von den frühen 1990er-Jahren bis weit in die 2010er hinein bildete Göring eine Hälfte von Stereo Total, der vielgeliebten Band, die er gemeinsam mit seiner Partnerin Françoise Cactus anführte. Das Duo erarbeitete sich von Amerika bis nach Frankreich (der Heimat von Cactus) einen Kultstatus – dank seiner enthusiastischen DIY-Haltung und des fruchtbaren Zusammenspiels genreübergreifender Experimente. Seit Françoise Cactus 2021 auf tragische Weise verstarb, widmet sich Göring dem Vermächtnis der eigenwilligen künstlerischen Sensibilität
seiner Partnerin. Sie war eine leidenschaftliche Schriftstellerin, und Göring stieß bald auf eines ihrer unveröffentlichten Bücher. FÜR IMMER 16 ist Görings filmische Elegie auf dieses wiederentdeckte Werk. Es ist ein roher, psychedelischer Fiebertraum, untermalt vom Soundtrack von Stereo Total, der einen fragen lässt, warum es nicht viel mehr Filme dieser Art gibt. (rapid eye movies)
„Super 8, super geil. Mit FÜR IMMER 16 drehte Brezel Göring den vermutlich anarchischsten deutschen Film des Jahres: eine Punk- Komödie über das Altern und die Weigerung erwachsen zu werden.“ (artechock)
Donnerstag, 27.8. um 20.00 h
28.8. – 1.9. jeweils um 20.15 h
Mittwoch, 2.9. um 22.00 h
SCHWARZERS KOSMOS
Deutschland 2026.
Regie: KLAUS MARTENS.
HD Digital. 90 Min. Erstaufführung.
Der Düsseldorfer Künstler Bernd Schwarzer hat sich mit Haut und Haaren einem Gesamtkunstwerk verschrieben. Schwarzer nennt es das „Europa Kunstwerk“. Solcher Art politisch aufgeladen hängen seine Bilder nicht nur in den Museen, sondern im Schloss Bellevue beim Deutschen Bundespräsidenten, im Bundestag oder demnächst im Europäischen Parlament. Wenngleich Schwarzers pastose Technik, seine handwerklichen Qualitäten einzigartig sind – manche behaupten gar, er sei genial – entgleitet ihm die Kontrolle über sich und seine Kunst. Schwarzer strapaziert die Geduld seiner Sammler und Galeristen und treibt die, die an ihn glauben, in schiere Verzweiflung. Dem Künstler scheint jedes Maß für sich und seine Kunst verloren zu gehen. Der Film SCHWARZERS KOSMOS ist das Sittenbild eines exzentrischen Kunstmarktes mit all den dazugehörigen Klischees von Unangepasstheit, Freiheit, Genie und Wahnsinn. Am Ende des Films geht es nur noch um die Frage, ob der Künstler selbst diesen Wahnsinn überstehen wird. (realfictionfilme)
Samstag, 29.8. und Dienstag, 1.9. jeweils um 18.15 h
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KINOKRÄNZCHEN #221:
DAS HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER
(QUELLA VILLA ACCANTO AL CIMITERO)
Regie: LUCIO FULCI.
Mit Catriona MacColl, Paolo Malco, Ania Pieroni.
HD Digital. 86 Min. Deutsche Fassung (uncut).
DAS HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER ist ein Werk von Regisseur Lucio Fulci und gilt neben „L’Aldilà“ (Kult!) und „Paura Nella Città Dei Morti Viventi“ („Glockenseil“!) als dritter Teil seiner sogenannten Gates Of Hell-Trilogie. Fulcis fast schon surrealistischer Ansatz war radikal auf Visualität und Atmosphäre reduziert. In den frühen 80er-Jahren war Fulci von kongenialen Gleichgesinnten umgeben: Kameramann Sergio Salvati konnte (Alb-)Traumbilder, die Komponisten Walter Rizzati und Fabio Frizzi konnten Gänsehaut und Make-up-Weirdo Giannetto De Rossi konnte Würg. Einst staatsgefährdend, heute ein nostalgischer Gruß aus seltsamen Zeiten. (Einführung: Thomas Reitmair)
Sonntag, 30.8. um 14.30 h
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PROGRAMMÜBERSICHT:
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